Federweisser

Ilona SchneiderNews

Rheinland-Pfalz:

Seit 2009 ist Federweißer ein traditioneller Begriff, der nur in Verbindung mit der geografischen Angabe des Landweingebietes verwendet werden darf. Traditionelle Begriffe müssen in der Hektarertragsregelung als Landwein abgeschrieben werden. Das Gleiche gilt für alle anderen Begriffe, die traditioneller Herkunft sind, wie „Bitzler“, „Suser“ etc. Der Begriff „Neuer Wein“ kann nicht mehr verwendet werden. Bei der Bezeichnung „Pfälzer Federweißer“ muss die Angabe „deutscher teilweise gegorener Traubenmost“ immer hinzugefügt werden. Der Alkoholgehalt wird am besten als „Gesamtalkoholgehalt nach Vergärung“ angegeben. Die Angabe „Abfüller“ ist obligatorisch und kann nun auch mit der Bezeichnung „Weingut“ verbunden sein. Die Angabe „Erzeugerabfüllung“ hingegen ist nicht möglich. Nennvolumen und Losnummer sind obligatorisch anzugeben. Wenn „Pfälzer Roter Federweißer“ angegeben werden soll, dann kann dies nur mit der Bezeichnung „Pfälzer“ erfolgen. Die Bezeichnung „Federroter“ dagegen kann nur ohne die geographische Angabe, also ohne „Pfälzer“, erfolgen. Auch hier muss die Angabe „deutscher teilweise gegorener Traubenmost“ immer hinzugefügt werden. Ein Hinweis auf das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) ist vorgeschrieben. Im Hinblick auf die Gärung ist von einer Haltbarkeit unter drei Monaten auszugehen, so dass als MHD Tag und Monat anzugeben sind. Das MHD kann dann durch die Beschreibung der Aufbewahrungsbedingungen ergänzt werden, z.B. wie folgt:
“gekühlt mindestens haltbar bis… (Tag und Monat)”.