Stand der Rebentwicklung – KW 18

Ilona SchneiderNews

Region Pfalz: Stand 30.04.2019

Die kühle und windige Witterung der letzten Woche führte vereinzelt zu leichten Schäden an jungen Austrieben durch kurzzeitigen Hagel. Die Hagelkörner fielen zusammen mit Regen und waren weich, daher sind nur wenige Triebe oder Gescheine abgeschlagen. Wären die Triebe länger gewesen, wäre sicherlich der Schaden durch Windbruch erheblich  eworden. Frostschäden wurden im Gebiet bislang nicht gemeldet, in der Nacht auf Montag sind jedoch die Temperaturen auf Bodennähe vielerorts knapp unter null Grad gefallen. Die Einwirkzeit war jedoch zu kurz und die Temperaturen zu knapp unter 0° C, als dass Schäden entstanden wären.Kritisch könnte es wieder ab kommenden Samstag werden. Die Wetterdienste melden größtenteils in der Region Szenarien, an welchen die Nachttemperatur die kritische -1 Grad Grenze in Bodennähe unterschritten werden könnte, jedoch wurden die Meldungen gegenüber gestern etwas abgeschwächt. Mögliche Vorsorge- und Gegenmaßnahmen haben wir in den vorherigen Infodiensten bereits beschrieben, diese haben weiterhin Gültigkeit. Kurzfristig sollten vor allem hohe Begrünungen Begrünungen gemulcht oder gewalzt werden, da diese nun teils schon bis zur Höhe der Triebe gewachsen sind. Auf Bodenbearbeitung ist in besonders gefährdeten Anlagen diese Woche zu verzichten. Der April war am Standort Neustadt mit einer Durchschnittstemperatur von 11,2° C etwas zu mild (langj. Mittel 9,6° C). Leichte Bodenfröste traten Mitte des Monats auf, verursachten jedoch keine Schäden. Die Höchsttemperatur (26,5° C) wurde am 22.04. erreicht, es gab drei Sommertage mit über 25° C. Der Regen der vergangenen Tage war sehr willkommen, fiel aber mengenmäßig eher schwach aus. In Verbindung mit Gewittern kam es örtlich zu kurzen Starkregengüssen. An der Station in Neustadt lagen die Niederschläge im April bei insgesamt 41 mm. Das entspricht fast exakt dem langjährigen Aprilmittel. Der Regen verteilte sich sehr gleichmäßig, an keinem der insgesamt 8 Regentage wurden mehr als 10 mm gemessen, daher konnte die Feuchte optimal in die Böden eindringen. Die Bodenfeuchte an unserer Referenzmessstation am DLR zeigt bislang ein jahreszeitlich typischer Verlauf. Auch wenn überregionale Pressemeldungen bereits von ausgetrockneten Böden berichten, sind die Weinbergsböden pfalzweit aktuell noch relativ gut versorgt.

(Quelle: DLR Rheinpfalz)

Region Nahe: Stand 30.04.2019

Während das warme sonnige Osterwochenende der Vegetation Flügel verliehen hatte, ist sie über das zurückliegende kühle Wochenende etwas flügellahm geworden. Der Blattzuwachs verlief in den letzten Tagen nur relativ zäh. Je nach Sorte und Standort sind derzeit zwischen 1 und 4, vereinzelt auch 5 Blätter entfaltet. Auf den spätesten Standorten steckt noch immer ein nicht unbeträchtlicher Teil der Augen in der Aufbruchsphase. Verglichen mit dem letzten Jahr, das uns einen ähnlichen Austriebstermin bescherte, aber in der letzten Aprildekade deutlich wärmer war, liegen wir jetzt ca. vier Tage zurück. In der Nacht zum Montagmorgen ist es noch mal empfindlich kühl geworden. Erst relativ kurzfristig war der Wetter-prognose zu entnehmen, dass es auf kaltluftgefährdeten Standorten noch mal kritisch werden könnte. So gingen dann auch die im Bereich des örtlichen Talgrunds befindlichen Stationen Meddersheim und Wöllstein in Bodennähe (20 cm) leicht in den Minusbereich (- 0,4 °C bzw. – 0,8 °C). Morgen, pünktlich zum Grillen am Maifeiertag, und am Donnerstag wird sich das Wetter mit Maxima um 20 °C noch mal freundlich zeigen, aber ab Donnerstagabend werden die Temperaturen mit einem Kaltlufteinbruch deutlich fallen. Die derzeitige Prognose deutet darauf hin, dass wir am Sonntagmorgen und am Montagmorgen möglicherweise erneut in kritische Temperaturbereiche abstürzen. Von Donnerstagmittag bis Samstag besteht auch erhöhtes Risiko für Niederschläge, die eventuell auch etwas ergiebiger ausfallen könnten. In höheren Lagen von RLP könnte es sogar noch mal weiß werden. Angesichts der im Hinblick auf Wolken/Sonne/Regen zu erwartenden wechselhaften zweiten Wochenhälfte bleibt zu hoffen, dass es über das Wochenende gegen Morgen nicht aufklart. Ansonsten wäre nicht auszuschließen, dass 2019 das neunte aufeinanderfolgende Jahr wird, in dem Spätfrostschäden zu verzeichnen sind.

(Quelle: DLR R-N-H)

Region Mosel: Stand 24.04.2019

Vergleicht man letztjährige Austriebsdaten mit denm Diesjährigen Entwicklungsstand in unmittelbarer Nähe zu den Wetterstationen, so stellt man fest, dass die Termine nahezu identisch sind mit denen des Vorjahres. Über den Dienstbezirk verteilt reicht die Entwicklung je nach Lage und Standort von ES09 bis ES13. Insbesondere da, wo die Entwicklung schon weiter vorangeschritten ist und der Austrieb erfolgt ist, sollte besonderes Augenmerk auf Oidium, Roter Brenner und Phomopsis gelegt werden. Laut der Wetterprognosen ziehen heute Nachmittag Gewitter über die Region – je nach Wetterdienst mit Starkregen und auch lokal möglichem Hagel. Ob und wie die Gewitter sich gestalten, wird sich zeigen. Des Weiteren bleibt die Woche feucht und wechselhaft mit immer wieder auftretenden Schauern und auch gemäßigteren Temperaturen. Der Wuchs wird ein wenig gedämpft, die ersten Fungizidanwendungen sollten jedoch rechtzeitig geplant sein!

(Quelle: DLR Mosel)

Region Franken: Stand 30.04.2019

Die ab Freitag kühlen Temperaturen haben die Entwicklung der Reben abgebremst. Dennoch liegen wir in etwa im Bereich des vergangenen Jahres und ca. 14 Tage vor dem langjährigen Mittelwert (ab 1968, zwei Blatt Stadium Müller-Thurgau am 9. Mai). Die Regenfälle vom Wochenende waren ergiebiger als erwartet und liegen meist im Bereich zwischen 10 bis 20 l/m². Nach den trockenen Wochen ist zumindest eine Erfrischung der Vegetation eingetreten. Heute und zum Wochenende hin könnte weiterer Regen die Trockenheit lindern. Kommenden Sonntag könnten die Nachttemperaturen in den leichten Frostbereich absinken. Nochmals möchten wir vorsorglich darauf hinweisen, dass für versicherbare Schadensfälle (Frost, Hagel, u.a.) in Bayern keine staatlichen Ausgleichhilfen mehr gewährt werden.

(Quelle: Weinbauring Franken)

Region Baden – Ortenau: Stand 30.04.2019

Zum Ende hin zeigt der April sein bekanntes wechselhaftes Gesicht. Insgesamt ist es jedoch recht kühl, was das Wachstum auch etwas bremste. Die Mehrzahl der Anlagen befinden sich im 2-4 Blattstadium und ist in seiner  Gesamtheit wunderschön ausgetrieben. Die Wettervorhersage spricht von einem schönen Tag der Arbeit, gefolgt von einem regnerischen Wochenende, welches von einem freundlichen Wochenstart abgelöst wird.

(Quelle: WBI Freiburg)