Traubenreife in den deutschen Regionen

Ilona SchneiderNews

Region Pfalz – Status: 27.08.2018

Langsam beginnt die Lese. Der stabile Gesundheitszustand der Trauben und der kalkulierbare Anstieg der Mostgewichte lässt keine Hektik aufkommen. Die Unterschiede zwischen den Anlagen sind beträchtlich. Es ist jetzt wichtig die Anlagen genau im Auge behalten und eigene Reifemessungen durchzuführen. Die von uns beprobten Riesling Minimalschnittanlagen liegen im Mostgewicht 10 °Oe unter den Durchschnittswerten und spiegeln die Realität mancher reich tragenden Anlage wider. Die Mostgewichte in den Anlagen mit Trockenstress oder starkem Behang steigen langsamer und liegen deutlich weiter zurück.

Pfalz
Quelle: DLR Rheinpfalz)

Region Rheinhessen – Status: 22.08.2018

Entsprechend der anhaltend warmen Witterung hat das Mostgewicht im Schnitt um 5 – 10° Oe zugenommen. Damit liegt die Reifeentwicklung noch vor den Jahren 2011 oder 2009 und sehr nah an 2003. Die Traubenlese hat vereinzelt, zögerlich bereits begonnen. Die extreme Schwankungsbreite bei den einzelnen Rebsorten von teilweise über 30° Oe bei der letzten Reifemessung ist zum 20.08. nur noch bei Weißburgunder zu beobachten. Die hohen Mostgewichte sind wieder an der Rheinterrasse und dem Raum Oppenheim zu registrieren. Bei der Entscheidung zur Lese müssen verschiedene Faktoren berücksichtigt werden. Bedenken Sie potentiellen Trockenstress, das Ertragspotential, die pektolytische Reife wie auch die aromatische Reife der Beeren und die Gesamtsäure. Viele Beeren probieren sich bereits reif und schmecken fruchtbetont. Jedoch ist die Beerenschale noch sehr bitter.

Rheinhessen
(Quelle DLR R-N-H)

Region Rheingau – Status 27.08.2018

Die Lage ist unverändert, die Mostgewichte steigen kontinuierlich an und die Säure fallen im selben Maße. Zwar nehmen die etwas moderateren Tagestemperaturen und die kühlen Nächte jetzt etwas Druck aus der Dynamik, der Lesebeginn rückt aber unaufhaltsam näher. Bei den frühen Sorten sind schon die ersten Anlagen gelesen und auch in den nächsten Tagen wird es dort wohl auch jetzt kontinuierlich
weitergehen. Der Gesundheitszustand der Trauben ist zwar überall noch immer sehr gut und auch bei der Aromaausbeute ist sicherlich auch noch Luft nach oben, ob sich bei den gestressten Anlagen aber ein weiterer Aufschub lohnt, kann durchaus angezweifelt werden.

Rheingau Weiß

Rheingau Rot
(Quelle: Weinbauamt Eltville)
Region Mosel – Status 27.08.2018

Trotz einige Niederschläge in den letzten Tagen sowie leicht abgekühlter Temperaturen bleibt die Situation in den Weinbergen sehr angespannt. Aufgrund der unterschiedlichen Wasserversorgung der Reben sind in den Weinbergen aktuell sehr unterschiedliche Reifestadien zu finden, so dass eine generelle Prognose zum weiteren Verlauf der Reife nach wie vor schwierig ist. Aus diesem Grund sollten die Herbstvorbereitung weiterhin so durchgeführt werden, dass flexibel auf verschieden Herbstabläufe /- szenarien, auch einen frühen oder schnellen Turboherbst, reagiert werden kann. Auf frühe (eventuell extreme) Ernte vorbereiten!!!

Ahr

Mosel

(Quelle: DLR Mosel)

Region Franken – Stand: 20.08.2018

Seien und bleiben Sie wachsam – kontrollieren Sie ständig alle Anlagen, denn die Erfahrungen der letzten Jahre zeigen, dass es keine normale Rebsortenabfolge (Bacchus-Müller-Thurgau-Silvaner-Riesling) bei der Lese gibt. Derzeit deutet der Reifeverlauf wie in den vergangenen Jahren auf einen nahezu einheitlichen Rei-fezeitpunkt der unterschiedlichen Rebsorten hin (abhängig von der Wasserversorgung).
In dieser Woche werden die ersten Anlagen für Leichtweine, einfache Gutsweine oder auch als Sektgrund-weine gelesen. Ebenfalls werden die ersten Regent mit über 90° Oe geerntet.
Allgemein ist noch Zurückhaltung und eine abwartende Haltung angesagt.
Planen sie die Lese um die kühlen Morgenstunden zu nutzen!

(Quelle: Oenofax LWG Oenologie/Analytik, Weinbauring Franken)

Region Baden – Status 27.08.2018

Blankenhornsberg

Freiburg

(Quelle: WBI Freiburg)

Region: Württemberg – Stand 27.08.2018

Weinsberg

(Quelle: LVWO Weinsberg)