Weinbestände 2017 in D und EU

Ilona SchneiderNews

Einmal pro Jahr, zum Stichtag 31. Juli, werden EU-weit die bei Erzeugern und im Handel lagernden Weinbestände erfasst. Zur Situation im laufenden Jahr haben EU-Kommission und Statistisches Bundesamt jetzt die neuesten Daten veröfentlicht. In den EU-Mitgliedstaaten summierte sich die Bestandslage an Wein zum Stichtag auf rund 167 Mio. hl. Gegenüber dem langjährigen Mittel seit 2010 ergibt sich daraus ein Plus von 3,9 Mio. hl (2,4 %), im Vergleich zum Vorjahr ein um 1 Mio. hl bzw. 0,6 Prozent höherer Bestand. Von den Weinbeständen lagerten 63 Prozent bei Erzeugern und 37 Prozent im Handel. Am Gesamtbestand der EU hatten Weine mit geschützter Ursprungsbezeichnung einen Anteil von 43 Prozent und Weine mit geschützter geografischer Angabe 11 Prozent; 46 Prozent der Bestandsmenge waren Weine ohne g.U./g.g.A..

In Frankreich, Italien, Spanien, Deutschland und Portugal lagerten zusammen 153 Mio. hl oder 92 Prozent des Gesamtbestands. In Deutschland wurde zum 31. Juli 2017 ein Weinbestand von insgesamt 12,2 Mio. hl Wein registriert. Das entspricht im Vorjahresvergleich einem um 0,9 Prozent höheren Bestand. Vom Gesamtbestand an Wein waren 8,7 Mio. hl deutscher und 3,5 Mio. hl ausländischer Wein sowie 7,3 Mio. hl Weiß- und 4,9 Mio. hl Rotwein. 2,5 Mio. hl der Weinbestände in Deutschland entfallen auf Schaumweine.

Weinbestände D und EU

(Quelle: Der deutsche Weinbau – 25/26 2017)