Neue Verordnungen ab dem 01. Jan. 2018

Ilona SchneiderNews

Die Änderungen gelten seit dem ersten Januar 2018. Aus deutscher Sicht sind hierbei folgende Änderungen von besonderem Interesse: Bezüglich des Antragsverfahrens auf Erteilung von Genehmigungen von Neuanpflanzungen wird eine Ermächtigung der Mitgliedstaaten aufgenommen, für solche Anträge eine Mindest- und/oder eine Höchstfläche festzulegen. Insbesondere die Festlegung einer Höchstfläche kann zu mehr Gerechtigkeit im Antragsverfahren führen. Hiermit kann ausgeschlossen werden, dass ein Antragsteller Anträge auf eine große Zuteilungsfläche stellt und dann im Falle einer prozentualen Zuteilung von Neuanpflanzungsgenehmigungen einen entsprechend hohen Flächenanteil erhält.

Die bisher im EU-Recht vorgesehene Möglichkeit, dass die Mitgliedstaaten in Jahren mit außergewöhnlich ungünstigen Witterungsverhältnissen eine Anhebung der festgelegten Anreicherungsgrenzen um 0,5 Volumenprozent beantragen können, wurde aufgehoben. Stattdessen wurde festgelegt, dass diese Erhöhung der Anreicherungsgrenzen um 0,5 Volumenprozent in Jahren mit außergewöhnlich ungünstigen Witterungsverhältnissen von den Mitgliedstaaten als Ausnahmeregelung für die betroffenen Regionen festgesetzt werden kann. Für Anbaugebiete der Weinbauzone A bedeutet das, dass künftig in Ausnahmefällen eine Anreicherung um 3,5 Volumenprozent möglich ist. Die Mitgliedstaaten werden verpflichtet, solche Anhebungen der EU-Kommission mitzuteilen.

Diese Verlagerung der Ermächtigung zur Zulassung der erhöhten Anreicherung auf die Mitgliedstaaten entspricht einer bereits seit Jahren erhobenen Forderung des Deutschen Weinbauverbandes im Sinne einer praxisgerechten Lösung und ist daher nachdrücklich zu begrüßen.

(Quelle: Meininger Verlag – News)