Agrarminister lehnen EU-Ökoverordnung ab

Ilona SchneiderNews

Von Mittwoch 25.09 bis Freitag 27.09.2017 trafen sich die Landwirtschaftsminister und – senatoren auf der Agrarministerkonferenz in Lüneburg Niedersachsen. Unter den 58 Tagungsordnungspunkten gab es vieles zu besprechen – und bei einem Thema waren sich alle einig: Sie forderten den Bund auf, sich gegen die EU-Ökoverordnung auszusprechen.

Meyer: “Völlig unsinnige Regelungen”

Die von der EU geplante Überarbeitung der Verordnung sei eine Farce, weil sie mit mehr Bürokratie und Aufwand für Ökobauern verbunden sei, sagte der AMK-Vorsitzende und niedersächsische Landwirtschaftsminister Christian Meyer (Grüne). Die Überarbeitung würde zu massiven Rückschritten führen, so Meyer: “Es käme zu völlig unsinnigen Regelungen, wonach etwa das Schnabelkürzen bei Legehennen im Ökolandbau wieder erlaubt sein würde.” Die Ökoverordnung der EU soll von 2020 an vereinheitlichte Standards für den Anbau und Import von Bioprodukten vorgeben.

Keine Beschlüsse über Glyphosat und Sauenhaltung

In Bezug auf den Einsatz von Glyphosat kam keine Einigung zustande. Demnächst steht eine Entscheidung der EU an, ob die Zulassung des Pflanzenschutzmittels erneuert werden soll – einer der Punkte, den Meyer zuvor als Schwerpunkt der AMK benannt hatte. Ebenso wichtig war ihm ein Ende der Sauenhaltung in Kastenständen – dieses Thema wurde von der Tagesordnung genommen. Grundsätzlich stehe aber der frühere Beschluss, die Haltung der Sauen zu verbessern, betonte Meyer.

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