Status aus den Regionen

Ilona SchneiderNewsKommentar schreiben

Region Pfalz – 23.05.2017:

Die sommerliche Witterung der letzten Woche brachte in überwiegender Zahl der Weinberge einen deutlichen Wachstumsschub mit sich. Es sind bei Riesling in frühen Lagen jetzt bis zu acht Blätter abgespreizt, mit einem weiteren Zuwachs von zwei bis drei Blättern ist diese Woche zu rechnen. An Hausreben hat stellenweise bereits die Rebblüte begonnen. In den Weinbergen ist voraussichtlich mit dem Blütebeginn in der Woche nach Pfingsten zu erwarten, in der Regel nach der Ausbildung des dreizehnten Blattes am Trieb. Dort wo ein zweiter Austrieb durch Beiaugen nach dem Spätfrost erfolgt ist, wird die Blüte etwa zwei bis drei Wochen verzögert stattfinden, voraussichtlich also Ende Juni bis Anfang Juli. In Weinbergen mit Teilschäden (sowohl räumlich im Weinberg als auch stockweise) wird sich die Blüte aufgrund der unterschiedlichen Triebentwicklung sehr lange hinziehen. Dies bedeutet später einen unterschiedlichen Reifeverlauf der Trauben mit einer wahrscheinlich ablaufenden differenzierten (gestaffelte) Lese. Ob erst gelesen werden kann, wenn alle Trauben einen genügenden Reifezustand aufweisen, hängt auch maßgeblich von der Fäulnisneigung der ersten Traubengeneration ab. Auf flexible Lesetermine und Teilvorlesen sollten die vom Frost stärker betroffenen Betriebe gewappnet sein. Andererseits kann eine günstige Blütenwitterung zu einer ganz beträchtlichen Ertragskompensation bei Teilschäden führen, da sich mehr Beeren je Traube ausbilden und die Einzelbeeren größer werden. Ein Trieb mit zwei großen Gescheinen kann beim Dornfelder in „frostausgedünnten“ Beständen durchaus einen Ertrag von bis zu einem Kilogramm Trauben bilden. (DLR Rheinpfalz – Stand 23.05.2017)

Region Rheingau – 29.05.2017:
Die hochsommerliche Wetterlage hat am Wochenende einen enormen Schub in die Rebentwicklung gebracht. In den meisten (nicht frostgeschädigten) Anlagen ist das Stadium BBCH 57 (Gescheine voll entwickelt, Einzelblüten spreizen sich) erreicht. An Mauerzeilen und in besonders warmen Lagen findet man sogar auch schon die ersten aufblühenden Gescheine, sodass es bei anhaltend günstigen Bedingungen jetzt nur noch eine Frage von wenigen Tagen ist, bis die Blüte in der Fläche einsetzt. Der Vor-sprung gegenüber dem langjährigen Mittel hat sich damit jetzt wieder auf ca. 10 Tage. (Quelle: Weinbauamt Eltville – 22.05.2017)

Region Freiburg – Kaiserstuhl: 23.05.2017
Der ergiebige Landregen am vergangenen Freitag erbrachte zwischen 50-60 mm Niederschlag am Kaiserstuhl. Erstmals in 2017 sind das pflanzenverfügbare Niederschlagsmengen, die auch in tiefere Bodenschichten vordringen. Aktuell ergeben sich daraus optimale Wachstumsbedingungen für die Reben. In den mittleren Lagen sind bei den Burgundersorten ca. 10 Blätter sichtbar und die Gescheine vergrößern sich rasant. Die Reben sind insgesamt sehr vital und wüchsig. Unter den gegebenen Bedingungen könnte der Blühbeginn der Reben am Kaiserstuhl um Pfingsten liegen. (Quelle: WBI Freiburg – Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald)

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