Vinitaly – Besucherzuwachs +8% auf 128.000 Besucher

Ilona SchneiderNewsKommentar schreiben

Vinitaly-Macher zählen mehr internationale Einkäufer: Die Veranstalter der Vinitaly zählten bei der diesjährigen Ausgabe der Messe, die vom 9. bis 12. April auf dem Messegelände in Verona über die Bühne ging, rund 128.000 Besucher aus 142 Ländern. Davon seien etwa 48.000 aus dem Ausland gekommen, unter ihnen 30.200 „top international buyers“. Die Zahl der internationalen Topeinkäufer sei damit um 8% gegenüber dem Vorjahr gestiegen, betonen die Organisatoren. Bei der inzwischen 51. Ausgabe der Vinitaly registrierten sie gestiegene Besucherzahlen aus den USA (+6%), aus Deutschland (+3%), Großbritannien (+4%), China (+12%), Russland (+42%), Japan (+2%), Nordeuropa (+2%), Niederlande/Belgien (+6%) und Brasilien (+29%). Gigantische Zuwachsraten vermeldet die Messgesellschaft auch bei den ausländischen Ausstellern. Deren Zahl sei um 74% gestiegen. Verschwiegen wird dabei allerdings, dass gerade mal 3% der Aussteller aus dem Ausland kamen, rund 97% der insgesamt 4.270 Aussteller stammten aus Italien. Auch die absoluten Besucherzahlen aus dem Vorjahr (als die Vinitaly ihre 50. Auflage feierte) werden nicht erwähnt. Laut AUMA – fkm zertifizierten Zahlen waren bei der Jubiläumsausgabe ca. 127.500 Besucher nach Verona geströmt (48.500 davon aus dem Ausland). Entgegen der offiziell verkündeten Zuwächse hatten sämtliche Gesprächspartner von WEIN+MARKT den Eindruck, dass diesmal weniger Besucher die Messehallen bevölkerten – was aber keinen störte. Im Gegenteil: Alle begrüßten, dass aus ihrer Sicht diesmal deutlich weniger zechfreudiges und grölendes Party-Publikum unterwegs war. Das habe dem echten Fachpublikum das professionelle Arbeiten erleichtert. Die in den vergangenen Jahren stark erhöhten Eintrittspreise sowie weitere Bemühungen der Veranstalter, der Vinitaly einen professionelleren Anstrich zu geben, zeigen offenbar Wirkung. Dazu bei trägt auch die Tatsache, dass privaten Weinfreunden mit „Vinitaly and the City“ diverse Weinevents außerhalb des Messegeländes (im historischen Zentrum von Verona und in Bardolino) geboten werden – ein Angebot, dass diesmal angeblich 35.000 Menschen wahrgenommen haben. Geblieben sind die teilweise chaotischen Verkehrsverhältnisse zu Messebeginn und -ende sowie die unzureichende Verfügbarkeit von Taxis. Für Unmut bei etlichen Teilnehmern sorgte zudem die Terminierung der Messe in der Woche vor Ostern. Trotzdem ist die Vinitaly vielen italophilen Einkäufern,  Importeuren, Händlern und Gastronomen (hauptsächlich aus dem süddeutschen Raum) nach wie vor eine Reise Wert – unter anderem denjenigen, die auf der ProWein keine Gelegenheit haben, ihre italienischen Lieferanten zu besuchen oder die Fühler nach potenziellen neuen Geschäftspartnern aus Bella Italia auszustrecken.

(Quelle: Wein & Markt – 13.04.2017 )

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