Amtliche Überwachung 2015: Mehr Kennzeichnungsmängel festgestellt

Ilona SchneiderNewsKommentar schreiben

Im Jahr 2015 wurden von den Überwachungsbehörden in den Bundesländern verstärkt Mängel bei der Kennzeichnung und Aufmachung von Lebensmitteln festgestellt. Das teilt das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) mit. So liegt zwar der Anteil festgestellter Verstöße mit 25 Prozent aller kontrollierten Betriebe für das Jahr 2015 auf demselben Niveau wie im Vorjahr. Und auch der Anteil beanstandeter Proben entspreche mit 12 Prozent ungefähr dem Anteil des Vorjahres. Deutlich zugenommen aber haben die Beanstandungen bei der Kennzeichnung und Aufmachung von Lebensmitteln. Bei den Betriebskontrollen stieg die Beanstandungsquote von 17,9 Prozent im Vorjahr um 8,2 Prozent auf nunmehr 26,1 Prozent. Bei den durchgeführten Untersuchungen wurden 58,6 Prozent der Proben aufgrund einer mangelhaften Kennzeichnung und Aufmachung beanstandet. Dies entspricht einer Zunahme von 6,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die erhöhten Beanstandungsquoten bei der Kennzeichnung und Aufmachung sind auf das Inkrafttreten der Verordnung (EU) Nr. 1169/2011 (Lebensmittelinformationsverordnung, LMIV) im Dezember 2014 zurückzuführen. Das neue Regelungswerk fordert neue Pflichtangaben, darunter auch die Angabe von Zutaten von sich im Verkauf befindlicher loser Ware, die Allergien und Unverträglichkeiten beim Verbraucher auslösen können. Unter anderem auf die Erfüllung dieser Forderung hat die Lebensmittelüberwachung 2015 ein verstärktes Augenmerk gelegt. Die Kontrolle der ordnungsgemäßen Kennzeichnung und Aufmachung wird auch künftig einen Schwerpunkt der Überwachungstätigkeit vor Ort bilden.

(Quelle: BVL)

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