Verhandlungsstopp bei EU-Ökoverordnung

Ilona SchneiderNewsKommentar schreiben

Bundesminister Schmidt muss nun im EU-Ministerrat auf ein Aussetzen der Verhandlungen bestehen.

Bioland, Demeter und Naturland begrüßen den Stopp der Verhandlungen zur EU-Ökoverordnung durch das Europäische Parlament. Damit setzt Berichterstatter Martin Häusling das richtige Signal, betonen die drei wichtigsten Bio-Verbände unisono. Die Verbände fordern nun Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt auf, auch im EU-Agrarministerrat am kommenden Montag dem Verordnungsvorschlag die Rote Karte zu zeigen.

Der derzeit vorliegende Kompromisstext hätte keiner Belastungsprobe standgehalten, bewerten sie den Stand der Dinge kritisch: Die ökologische Land- und Lebensmittelwirtschaft brauche einen Gesetzesrahmen, der die Prozessqualität der Bioprodukte sichert, so das Verbrauchervertrauen stärkt und eine nachhaltige Entwicklung des Ökolandbaus fördert. Zu all diesen drei wesentlichen Zielen habe der Text nicht beigetragen, sondern mit unsinnigen Schwerpunkten wie Grenzwerten und Fristen zur Verunsicherung der überzeugten Ökolandwirte und Umstellungs-Interessierten Bauern geführt.

Die verfahrenen Verhandlungen brauchen nach Überzeugung der deutschen Bio-Verbände einen kompletten Neustart. Nur so ließe sich aus den Fehlern lernen, die im Verlauf der Verhandlungen gewonnenen Erkenntnisse einarbeiten und auf Basis der bestehenden und weitgehend funktionierenden EU-Ökoverordnung ein konsistenter Rechtsrahmen schaffen, mit dem Bäuerinnen und Bauern Mut gemacht wird, auf Bio zu setzen. Ein solches Signal bringe den ökologischen Landbau in Europa wirklich voran, betonen Bioland, Demeter und Naturland. Nur so könne die steigende Nachfrage nach hochwertigen Bio-Lebensmitteln nachhaltig befriedigt werden.

(Quelle: EU-Ökoverordnung Stopp)

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