Anhebung der Grenzwerte für die Anreicherung 2016

Ilona SchneiderNewsKommentar schreiben

In der Sitzung des Verwaltungsausschusses Wein bei der Europäischen Kommission am 22. November 2016 wurde mit der Mehrheit der anwesenden Mitgliedstaaten dem Verordnungsentwurf, der die Zulassung der erhöhten Anreicherung für Weine aus Ungarn sowie für Weine aus roten Rebsorten aller Weinanbaugebiete der Länder Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz vorsieht, zugestimmt. Spanien und Griechenland haben den Vorschlag abgelehnt, Italien enthielt sich der Stimme. Von diesen drei Ländern wurde kritisiert, dass der Ausnahmefall der erhöhten Anreicherung inzwischen zum Regelfall werde. Die Verordnung wird in Kürze im Amtsblatt veröffentlicht und in Kraft treten. Die Verordnung gilt auch rückwirkend. Soweit Betriebe ohne diese Rechtsgrundlage bereits erhöht angereichert haben, so ist dieses Vorgehen mit Inkrafttreten der Verordnung auch rückwirkend geheilt. Statt der normalen Anreicherungsspanne von höchstens 3,0 %vol darf bei Weinen aus roten Rebsorten in der Weinbauzone A der natürliche Alkoholgehalt in diesem Jahr um maximal 3,5 %vol (= 28 g/l) angehoben werden.

In der Weinbauzone B (Anbaugebiet Baden) darf bei Weinen aus roten Rebsorten statt 2 %vol (= 16 g/l) dann ausnahmsweise um max. 2,5 %vol (= 20 g/l) erhöht werden. Bei Anreicherung durch Mostkonzentrierung bleibt die Spanne von 2 %vol bestehen. Die Alkoholobergrenzen für angereicherte Deutsche Weine (ohne geografische Angabe) und Landweine (Zone A: 11,5 bzw. bei Rotwein 12 %vol; Zone B: 12 bzw. bei Rotwein 12,5 %vol;) sowie für Qualitätswein (15 %vol) bleiben unverändert.

(Quelle: DLR Rheinpfalz – 23.11.2016)

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