Hefenährstoffe beachten – Verlauf der alkoholischen Gärung

Ilona SchneiderNewsKommentar schreiben

NOPA-Gehalte Traubenmoste 2016 – Region Franken

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Mindestgehalte an Stickstoffbedarf für eine sichere Vergärung:

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Allgemein laufen die Gärungen sehr gut und zuverlässig. Gärstörungen sind bis jetzt nicht das Thema. Meist sind die Gärungen eher zu stabil und machen das Abstoppen für restsüße Weine schwierig. Die Außentemperaturen und die langsam auskühlenden Keller können zu einem verzögerten Gärbeginn führen. Zudem besteht die Gefahr für zukünftige Gärstörungen. Kontrollieren Sie ihren Gärkeller auf Zugluft und schützen sie betroffene Gebinde. Bei schleppender Gärung ist erhöhte Vorsicht bezüglich einsetzenden BSA geboten. Besonders bei hohen pH-Werten!
Oftmals ist das Gärende erst bei einem Spindelwert deutlich unter -5 erreicht. Bedenken Sie dies bitte bei der Einschätzung von Gärende dem Zeitpunkt für das Abstoppen einer Gärung oder dem Einleiten des BSA`s beim Rotwein.

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Der Jahrgang bringt teils hohe Erträge. Dies und weitere Faktoren wie Trockenstress im Juli/August oder junge Anlagen verstärken die UTA-Neigung solcher Weine. Zögern Sie hier nicht mit einer Ascorbinsäuregabe von 15 g/hl. Diese Gabe muss spätestens 8 Tage nach der Erstschwefelung erfolgen. Wichtig bei mit Ascorbinsäure behandelten Weinen ist der zuverlässige, konsequente Schutz vor Oxidationsprozessen (also Beifüllen der Gärgebinde bzw. spundvolllegen nach dem Abstich, kein Lüften bei einem Böckser) und der stabile Gehalt von mind. 40 mg/l freier SO2.

(Quelle: Weinbaufax Franken)

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