Erwartungen Weinernte 2016 – 8,55 Mio.hl

Ilona SchneiderNewsKommentar schreiben

Basierend auf Schätzungen vom 20.9. prognostiziert das Deutsche Weininstitut (DWI) eine deutsche Weinmosternte von 8,55 Mill. Hektolitern. Das wären knapp 4 Prozent weniger als im Vorjahr und gut 5 Prozent weniger als im 10-jährigen Mittel. Ausschlaggebend für die geringere Menge sollen Ausfälle durch Peronospora sein. Wenigstens in der ersten Erntewoche spielt das Wetter den Winzern aktuell in die Karten.
Für die beiden größten Anbaugebiete Rheinhessen und Pfalz erwartet das DWI 2,3 bzw. 2,15 Mill. Hektoliter, zusammen rund 250.000 Hektoliter mehr als es unlängst das Statistische Landesamt Rheinland-Pfalz berechnete – allerdings zum Zeitpunkt Ende August. Für die Pfalz fällt die Prognose des DWI glimpflich aus, liegt sie doch nur 3 Prozent unter dem 10-Jahres-Schnitt, während Rheinhessen einen Ausfall von 10 Prozent beklagen müsste. Starke Einbußen dürfte es nach Einschätzung des DWI an der Nahe geben. Die Prognose von 250.000 Hektolitern liegt 25 Prozent unter dem langjährigen Mittel. Auch die Mosel käme mit 685.000 Hektolitern (–15 %) schlecht weg.
Auf der anderen Rheinseite sehen die Aussichten besser aus. Baden kommt mit 1,2 Mill. Hektolitern (–2 %) mit einem blauen Auge davon, und für Württemberg sind die Erwartungen mit 1,1 Mill. Hektolitern (+2 %) ebenso gut wie für Franken, das mit 490.000 Hektolitern 10 Prozent mehr als normalerweise prognostiziert. Im Rheingau sieht es längst nicht so gut aus. 200.000 Hektoliter wären 10 Prozent weniger als im 10-Jahres-Schnitt.
Bei den kleinen Anbaugebieten könnten sich Sachsen (25.000 hl, + 25 %) und Saale-Unstrut (55.000 hl, +28 %) freuen, während an der Ahr (41.000 hl, +3 %) und der Hessischen Bergstraße (29.000 hl, –3 %) eine annähernd normale Erntemenge prognostiziert wird. Am Mittelrhein (27.000 hl, –10 %) sollen die Ausfälle dagegen schwerer ins Gewicht fallen.
(Quelle: Meiniger Online – 22.09.2016)

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