Frostschäden in Österreich – 20.05.2016

Ilona SchneiderNewsKommentar schreiben

Der österreichische Weinbauverband hat aufgrund von Frostnächten zahlreiche und teils existenzbedrohende Schäden zu vermelden.

Steiermark
Am stärksten betroffen ist die Steiermark, in der 94 Prozent der steirischen Rebfläche vom Frost geschädigt wurde. Hier hat neben den drei Frostnächten auch massiver Schneefall enorme Probleme in den Weingärten verursacht.
Burgenland
Rund 70 Prozent der burgenländischen Weingärten sind massiv geschädigt. Besonders betroffen ist der Seewinkel, in dem es in vielen Weinbaugemeinden zu einem Totalausfall gekommen ist. Aber auch das Mittelburgenland und das Südburgenland, zum Teil das Leithagebirge, haben massive Schäden zu beklagen.
Niederösterreich
In Niederösterreich sind die Gebiete unterschiedlich betroffen, wobei im größten Weinbaubundesland rund 30 Prozent der Weinbauflächen dem Frost zum Opfer gefallen sind. Besonders geschädigt wurde die westliche Wachau, wo durch Kaltluftströmungen aus dem Waldviertel die Weingärten im Spitzer Graben umfassend abgefroren sind. Eine ähnliche, wenn auch nicht ganz so schlimme Situation gab es im Kamptal, aber auch das östliche Weinviertel, Carnuntum und die Thermenregion sind vom Frost massiv betroffen.
Wien
Wien ist aufgrund der Stadtnähe weniger betroffen, aber auch hier wird von 20 Prozent an Ausfällen ausgegangen.

Neuaustrieb?
Die Reben haben zum Teil mit dem Wiederaustrieb begonnen. Zum aktuellen Zeitpunkt ist es nicht sinnvoll, Maßnahmen wie Ausbrechen oder Rückschnitt vorzunehmen. Durch das Entfernen von geschädigten Trieben können noch intakte Beiaugen verletzt werden. Auch mit dem Ausbrechen von Stammaustrieben sollte noch zugewartet werden, bis der Wiederaustrieb komplett erfolgt ist bzw. ausreichend fortgeschritten ist.

Fassweinmarkt steht
Die Auswirkungen der Frostschäden zeigen am Fassweinmarkt deutlich Wirkung. Das Angebot ist zusammengebrochen. Es herrscht bereits großes Interesse an Trauben und Most des Jahrgangs 2016, was sich preistreibend auswirken dürfte.

(Quelle: Der Winzer Online – 17.05.2016)

 

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