Rebentwicklung Main-Tauber-Kreis – 27.04.2016

Ilona SchneiderNewsKommentar schreiben

Allgemeine Situation
Der April zeigt dieses Jahr sein unfreundliches Gesicht und lässt die Rebentwicklung erstarren. Die meisten Anlagen befinden sich im Stadium Knospenaufbruch, in weit entwickelten Sorten zeigt sich erstes Grün.
Regen, Schnee und Sturmböen in Verbindung mit einem eisig kalten Wind bleiben uns noch bis zum Ende der Woche erhalten. Auch die Frostgefahr ist noch immer nicht gebannt, besonders die Nacht zum Freitag könnte nochmals kritische Temperaturen bringen.
Frostschäden
An allen Wetterstationen des Beratungsgebietes sind am Wochenende Frosttemperaturen aufgetreten mit Tiefstwerten von -1,8 °C am Sonntagmorgen beispielsweise in Markelsheim oder Wertheim. In Tallagen wurden noch tiefere Temperaturen im Bereich von -2,5 bis 3,0°C gemessen. Wie befürchtet sind bei diesen Temperaturen auch Frostschäden zu verzeichnen. Da es sich nicht um einen Strahlungsfrost (keine Inversionslage) sondern um das Vordringen eines Kaltluftkeils aus dem Norden gehandelt hat sind geschädigte Flächen nicht unbedingt nur in Senken und Hangfußlagen zu finden. Auch höher gelegene Weinberge (d.h. keine typische Frostlagen) zeigen Schäden.
Weiterhin ist die Schadensausprägung durch Faktoren wie Nässe, Höhe der Luftfeuchtigkeit und Windeinfluss geprägt. Leider kann noch keine Entwarnung gegeben werden da es am Freitag nochmals kritisch werden kann. Da nicht nur die Tiefsttemperatur das Ausmaß der Schädigung bestimmt, sollten auch Flächen die normalerweise kaum frostgefährdet sind, auf Schäden kontrolliert werden. Bisher bekannte oder gemeldete Schädigungen sind lokal begrenzt. Die größten Schäden sind im Taubertal zu verzeichnen. Viele der derzeitigen Augenausfälle können aber auch hier durch das Niederziehen der Frostruten abgemildert werden. Mit dieser Arbeit sollte auf jeden Fall noch abgewartet werden, bis die kritischen Nächte vorbei sind.

(Quelle: Main-Tauber-Kreis – Bad Mergentheim – 27.04.2016)

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