Spätfrostschäden Region Franken – April 2016

Ilona SchneiderNewsKommentar schreiben

In der Nacht vom 23. auf den 24. April und in der folgenden Nacht sanken die Temperaturen auf Werte unter den Gefrierpunkt. Am kältesten war es am Morgen des 24. April mit Spitzenwerten unter -2°C, dabei sind stellenweise Frostschäden in den Rebanlagen aufgetreten.
Da es sich nicht um einen Strahlungsfrost (keine Inversionslage) sondern um das Vordringen eines Kaltluftkeils aus dem Norden gehandelt hat, sind geschädigte Flächen nicht unbedingt nur in Senken und Hangfußlagen zu finden. Ein weiterer Hinweis darauf ist, dass höher liegende Gebiete (z.B. im Steigerwald) teilweise betroffen sind, während typische „Frostlagen“ kaum Schädigungen zeigen. Auch windoffene, höher gelegene Anlagen zeigen vereinzelt Schäden. Zusätzlich wurde die Schadensausprägung durch Faktoren wie Nässe, Höhe der Luftfeuchtigkeit und Windeinfluss geprägt.
Da nicht nur die Tiefsttemperatur das Ausmaß der Schädigung bestimmt, sollten auch Flächen, die normalerweise kaum frostgefährdet sind, auf Schäden kontrolliert werden.

Austrieb teilweise geschädigt

Austrieb teilweise geschädigt

Austrieb total geschädigt

Austrieb total geschädigt

temperaturen_in_den_frostnächten_2016

Temperaturverläufe 24. April auf 25. April 2016 – Franken

(Quelle: Weinbaufax Franken – 25. April 2016)

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *