Lagerung und Ausbringung von Trester und Kieselgur

Ilona SchneiderNewsKommentar schreiben

Lagerung und Ausbringung von Trester und Kieselgur:
Optimal ist die direkte Flächenkompostierung von anfallendem Trester. Dabei ist auf eine gleichmäßige Ausbringung zu achten. Witterungs- und zeitbedingt ist dies im Herbst oft nicht möglich.
Zur Erinnerung, die Anforderungen an eine ordnungsgemäße Zwischenlagerung von Trester bzw. Festmist außerhalb der Betriebsstätte sind:
-  Grundsätzlich nur auf landwirtschaftlich genutzten Flächen, jährlicher Wechsel ist erforderlich.
- Verbot auf nicht bewirtschafteten und stillgelegten Flächen und auf Wiesen, wenn in unmittelbarer Nähe eigene Ackerflächen zur Verfügung stehen.
 – aus Sicht des Boden- und Gewässerschutzes sind tonhaltige Böden sind zu bevorzugen. Verdichtungen des Bodens sind soweit wie möglich zu vermeiden, z.B. durch Abkippen und Aufnehmen vom Weg aus und durch Zwischenlagerung möglichst auf der Stoppel / Begrünung.
 – Verbot auf Böden mit geringer Filter- und Pufferwirkung, also stark durchlässigen Böden, auf gedränten und staunassen Flächen, In Wasser- und Heilquellenschutzgebieten je nach örtlicher Verordnung, und/oder Kooperationsvereinbarung; Ausnahmen kann die Untere Wasserbehörde zulassen, wenn das Eindringen anfallenden Sickerwassers in das Grundwasser nicht zu befürchten ist.
- Verbot bei einem Grundwasserflurabstand von weniger als 1,5 m, bis zu einem Abstand von 10 m zu natürlichen Gewässern im Außenbereich, sowie in Überschwemmungsgebieten.
- Verbot der Lagerung in Naturschutzgebieten, Naturdenkmalen und geschützten Landschaftsbestandteilen, (HENatG) je nach örtlicher Schutzverordnung, oder In gesetzlich geschützten Biotopen nach Bundesnaturschutzgesetz

– Gelagerte Trester-/Mistmenge muss in einer pflanzenbaulich sinnvollen Relation zu den damit zu düngenden Flächen stehen. Die Anlage der Miete hat auf möglichst kleiner Grundfläche sowie mit geringer und ebener Oberfläche zu erfolgen. In Hanglagen sind Vorkehrungen gegen das Durchsi-ckern von Niederschlägen am Mietenfuß und gegen das oberflächige Ablaufen von Sickerwasser zu treffen.
- Lagerdauer beträgt maximal 6 Monate.
- Nach der Räumung des Lagerplatzes muss eine Einsaat mit Stickstoff fangenden Pflanzen erfolgen.
 – Eine Lagerung oder deutlicher Entsorgung von Trester über Jahre auf einer Brachfläche ist nicht zulässig.
Weinbaulich sinnvoll ist die gleichmäßige Verteilung von maximal 40 m³ Trester pro ha.
Nicht sinnvoll ist (siehe Bild) die Ausbringung auf 2 Blocklängen!! Hier noch garniert mit Kieselgur!Bild 1
Kieselgur
Die gemeinschaftliche Kompostierung von Trester mit dem anteilig bei der Traubenverarbeitung anfal-lenden Mosttrub bzw. Hefe ist zulässig.
Dies gilt nicht für kieselgurhaltige Kellereiabfälle. Kieselgurhaltige Substrate dürfen gemäß den Vorgaben der Düngeverordnung (§ 8 Abs. 3) nur frisch ausgebracht, und müssen unverzüglich in den Boden eingearbeitet werden. Bilder wie unten sind daher nicht zulässig und schleunigst zu beseitigen.

Bild 2

(Quelle: Wetterfax für Weinbau RP Darmstadt, Dez. Weinbau 15.02.2016: 2016-02-15)

 

 

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