Berlin und der Anbaustopp

Ilona SchneiderNewsKommentar schreiben

Berlin und der Anbaustopp
Mit Zustimmung des Bundeslandes Berlin beschloss der Bundesrat Mitte 2015 die Ausweitung der deutschen Rebfläche auf 0,3 Prozent zu beschränken. Inzwischen scheint man in Berlin sich aber eines anderen besonnen zu haben. In einer Sitzung des Berliner Senats Anfang November 2015 wurde beschlossen, den Weg für kommerziellen Weinbau frei zu machen. Mittels einer Änderungsverordnung zur Weinrechtsdurchführungsverordnung wurde der künftige rechtliche Rahmen absteckt, wonach künftig für Flächen innerhalb des Landes Berlin Genehmigungen zum gewerblichen Weinanbau erteilt werden. Bisher notwendige Genehmigungen für Rebflächen, die ausschließlich dem privaten Konsum dienen, werden künftig entfallen. Die hier maximal mögliche Rebfläche sei auf 1.000 qm erhöht worden. Um noch in diesem Jahr eine Übertragung für die zum Weinanbau auf Flächen im Land Berlin benötigten Pflanzungsrechte zu ermöglichen, wird zudem mit der Verordnung eine regionale Reserve für Pflanzrechte gebildet. Die notwendigen Pflanzrechte erhält Berlin von Hessen, über die benötigte Größenordnung liegen noch keine Daten vor. Bleibt abzuwarten, aus welchen Bundesländern die nächsten Signale kommen.

 

(Quelle: Wein-aktuell Nov. 2015)

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