Reifemessung Region Franken – 24.09.2014

Ilona SchneiderNewsKommentar schreiben

Die Niederschläge der vergangenen Tage haben den Lesedruck deutlich erhöht. Es sind verstärkt Botrytisbefall, Essigfäule und Penicillium zu beobachten. Da die Niederschlagsverteilung sehr unterschiedlich war und teilweise auch Hagel mit im Spiel war, ist die Situation sehr unterschiedlich.
In einigen Gebieten ist die Müller-Thurgau- und Bacchus-Lese bereits abgeschlossen, in anderen Gegenden startet die Hauptlese erst. Obwohl sich die Witterung etwas beruhigt, sollten stressgeplagte Anlagen schnellstmöglich gelesen werden, da keine Mostgewichtszunahme mehr zu erwarten ist.
Untersuchungen der LWG haben gezeigt, dass auch keine Zunahme der hefeverwertbaren Stickstoffverbindungen stattgefunden hat.

Bei den Spätsorten haben wir ebenfalls eine sehr unterschiedliche Ausgangslage. Für Premiumweine ist eine negative Vorlese unbedingt erforderlich. Je nach Segment sollten die aus den hohen Mostgewichten resultierenden Alkoholgehalte im fertigen Wein beachtet werden. Hier ist eine Einbindung des Alkohols durch den späteren Ausbau unbedingt erforderlich Um die mikrobielle Belastung des Lesegutes gering zu halten, empfehlen wir, gerade bei längeren Maischestandzeiten, eine Maischeschwefelung von ca. 25-50 mg/l SO2. Versuche zeigen, dass der Einsatz von SO2 auf der Maische in dieser Menge nicht zur Erhöhung der Gesamt-SO2 im späteren Wein beiträgt, aber die Sicherheit der Gärung erhöht wird.

 

Reifemessung Franken - 24.09.2015

(Quelle: LWG Veitshöchheim – Oenofax 6 – 24.09.2015)

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