Teilweise gegorener Traubenmost – Federweisser – Was ist zu beachten – LUA informiert

Ilona SchneiderNewsKommentar schreiben

Teilweise gegorener Traubenmost

Definition: Teilweise gegorener Traubenmost ist das durch Gärung von Traubenmost gewonnene Erzeugnis mit einem vorhandenen Alkoholgehalt von mehr als 1 % vol und von weniger als drei Fünfteln seines Gesamtalkoholgehaltes (Anhang VII Teil II Ziffer 11 der VO (EU) Nr. 1308/2013)

Hektarertrag: wie Deutscher Wein (jeweils § 3 Abs. 3 der Landesverordnungen über Qualitätswein der bestimmten Anbaugebiete in Rheinland-Pfalz)
150 hl/ha Mosel, Rheinhessen, Pfalz und Nahe
105 hl/ha Mittelrhein
100 hl/ha Ahr

Obligatorische Angaben (Art. 119 der VO (EU) Nr. 1308/2013):

– Kategorie d. Weinbauerzeugnisses: „Teilweise gegorener Traubenmost“
– Herkunft (Art. 55 Abs. 2 der VO (EG) Nr. 607/2009):
a) „Most aus….“ o. „Most erzeugt in….“ o. entsprechende Begriffe, ergänzt durch den Namen d. Mitgliedsstaats oder des Lands, das Teil des Mitgliedsstaats ist, in dem das Erzeugnis hergestellt wurde (z.B. deutscher teilweise gegorener Traubenmost“)
b) „Verschnitt aus den Erzeugnissen zweier oder mehrerer Länder der Europäischen Gemeinschaft“ im Falle eines solchen Verschnittes
c) „Most gewonnen in…. aus in ……. geernteten Trauben“ im Falle v. Traubenmost, der nicht in dem Mitgliedsstaat hergestellt wurde, in dem die verwendeten Trauben geerntet wurden
– Gesamtalkoholgehalt (Art. 54 Abs. 3 der VO (EG) Nr. 607/2009) Schriftgröße bei 0,2 – 1,0 l: 3 mm
– Abfüller (Art. 56 Abs. 2 der VO (EG) Nr. 607/2009)
„Erzeugerabfüllung“ unzulässig!
Name u. Anschrift d. Abfüllers werden ergänzt durch die Wörter „Abfüller“ o. „abgefüllt
von…“ Ein abweichender Abfüllort ist anzugeben.
Codierung d. Abfüllers möglich, wenn auch Name u. Anschrift eines anderen an der
Vermarktung Beteiligten angegeben werden (Art. 56 Abs. 5 der VO (EG) Nr. 607/2009).
Bei Lohnabfüllung: „abgefüllt für….“
oder: „abgefüllt für…. von …. (Name u. Anschrift d. Lohnabfüllers)
– Allergenkennzeichnung sofern mehr als 10 mg/l SO2 enthalten sind (Art. 51 der VO (EG) Nr. 607/2009)
– Los-Nr. (§ 50 WeinVO)
– Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) (Art. 24 Abs. 2, Anhang X 1.d) der VO (EU) Nr. 1169/2011/LMIV) Im Hinblick auf den Gärungsprozess ist von einer Haltbarkeit unter drei Monaten auszugehen, so dass als MHD Tag und Monat anzugeben sind.Nach hiesiger Einschätzung ist bei fortwährender Kühlkette eine Haltbarkeit von mehreren Wochen möglich. Das MHD kann dann durch die Beschreibung der Aufbewahrungsbedingungen ergänzt werden, z.B. wie folgt: „gekühlt mindestens haltbar bis….(Tag und Monat)“
– Nennvolumen (§§ 6, 7, 18, 20 FertigpackungsVO)
Schriftgröße bei 0,2 – 1,0 l: 4 mm

Merkblatt_Federweisser_2015 – LUA Rheinland-Pfalz

(Quelle: http://lua.rlp.de/downloads/weinueberwachung/)

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